Republik Peru - das Land




Kurz und bündig
Offizieller Name: Republik Peru
Regierungsform: demokratische Republik
Fläche: 1.285.215 km²
Einwohner: 23,4 Millionen
Hauptstadt: Lima
Sprachen: Spanisch, Quechuan, Aymara
Geografie
Peru ist das größte Andenland mit mehr als 24 Millionen Einwohnern. Die abwechslungsreiche Naturlandschaft Perus reicht von der wüstenhaften Küste des Pazifischen Ozeans über den mehr als 6000 Meter hohen Andenkamm bis ins dicht bewaldete Amazonastiefland. Das Klima im Amazonas- becken ist sehr heiss und feucht, in den Bergen ist es erheblich kühler.
Entsprechend der Jahreszeit fällt Regen oder Schnee und die kalten Meeresströme sorgen an der Küste teilweise für sehr trockenes Klima.
Peru erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 1,300.000 Quadratkilometern und hat gemeinsame Grenzen mit Ecuador und Kolumbien im Norden, Brasilien und Bolivien im Osten sowie Chile im Süden.
Nur drei Prozent der gesamten Landfläche sind kultivierbar, 21 Prozent sind Weideland und 55 Prozent Wald.
Gesellschaft
Rund 90% der zum größten Teil aus Indios und Mestizen bestehenden Bevölkerung leben im Andenhochland und an der Küste. Die sozialen Unterschiede in Peru sind sehr stark ausgeprägt. Einer kleinen wohlhabenden Oberschicht steht die Masse der kaum integrierten indogenen Ureinwohner gegenüber. Immer mehr Indios wandern auf der Suche nach Arbeit in die großen Städte ab, wo sie meist nur am Stadtrand Unterkunft finden. Aufgrund dieser hohen Landflucht entstehen in den Städten große Elendsviertel, in der Hauptstadt Lima heißen diese "Pueblos Nuevos".
Bereits 30 Prozent der Bevölkerung leben in der Hauptstadt. Fast die Hälfte der Peruaner vegetiert unter der Armutsgrenze, und die hohe Geburtenrate trägt täglich zur Vergrößerung der Not bei. Man schätzt, dass in Lima 6000 Kinder verlassen und alleine auf der Straße leben. Die Ausbeutung der Kinder kulminiert in der hohen Kinderarbeitsrate - in ländlichen Gebieten bis zu 60 Prozent
Wirtschaft
Wirtschaftlich stützt sich Peru in erster Linie auf den Bergbau, wobei das Kupfervorkommen zu den größten der Welt gehört. Von Bedeutung sind aber auch Erdöl, Metalle, der Fischfang und die - allerdings nicht sehr ertragreiche - Landwirtschaft.
Geschichte und Politik
1820 marschierte der südamerikanische Freiheitskämpfer José de San Martin mit seinen Truppen von Argentinien und Chile in Peru ein. 1821 rief er die Unabhängigkeit aus.
Seit der Selbstständigkeit lösten sich in Peru eine Reihe autoritärer, demokratischer und militärischer Regime ab. Der Terror durch die Guerillabewegung "Sendero Luminoso" (Leuchtender Pfad) prägte die 80er Jahre, das Militär kämpfte brutal dagegen an. Die Guerilla hat zwar an Einfluss verloren, trotzdem verüben kleinere Gruppen immer noch Attentate. Wie z.B. die Geiselnahme in der Residenz des japanischen Botschafters im Dezember 1996 durch die Tupac Amaru.
Rechtliche Hinweise | © Copyright 2010, M. Rentsch | Design by webdesign-rentsch.ch