Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer

In Peru wurde im Jahre 1972 mit der SOS-Kinderdorfarbeit begonnen. Inzwischen gibt es in diesem Land insgesamt sechs SOS-Kinderdörfer, jeweils eines in Lima, Arequipa, Cuzco und Chiclayo sowie zwei Dörfer in Chosica. Daneben bestehen zahlreiche zusätzliche SOS-Einrichtungen, wie Jugendhäuser, Kindergärten und Hermann-Gmeiner-Sozialzentren. Zur Zeit werden über 600 Kinder und Jugendliche in den SOS-Kinderdörfern und Jugendeinrichtungen stationär betreut und zusätzlich 400 Kinder und Jugendliche in den Sozialzentren und Kindergärten.

Kinder im SOS Kinderdorf Esperanza

SOS Kinderdorf-Mutter mit Kind

SOS Kinderdorf Huancayo

Einweihungsfest SOS Kinderdorf Huancayo

SOS-Kinderdörfer Zárate, Esperanza, Rio Hondo, Chosica, Chiclayo und Huancayo

Das erste SOS-Kinderdorf Zárate wurde 1975 etwa fünf Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt erbaut. Am rechten Ufer des Flusses Rimac. Das SOS-Kinderdorf besteht aus 15 Familienhäusern und einem Dorfladen. Im Gemeindesaal ist auch eine Zahnarztpraxis untergebracht. Weiters gibt es eine Bastelwerkstatt und einen SOS-Kindergarten, der auch von den Kindern aus der Umgebung besucht wird. Im SOS-Kinderdorf Zárate wird eine kleine Landwirtschaft mit Tierhaltung betrieben. Mehrere Jugendeinrichtungen sind über die Stadt Lima verteilt.

Das SOS-Kinderdorf Esperanza wurde im Jahre 1979 fertig gestellt. Es liegt an der Hauptstrasse, die von Lima zu den Anden führt, 40 km von Lima und rund 400 m vom SOS-Kinderdorf Rio Hondo entfernt, in 1000 m Höhe.

Im Juli 1997 übernahm SOS-Kinderdorf Peru die beiden Kinderdörfer Chosica (Esperanza und Rio Hondo) von der Familie Greminger bzw. der Schweizer Kinderhilfe Uitikon. 41 Kinder, die ursprünglich aus der Umgebung von Huancayo stammen, konnten Anfang 2001 ins neue Kinderdorf Huancayo umziehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Projekt Esperanza in ein SOS-Ausbildungszentrum und SOS-Mütterausbildungszentrum umgewandelt werden.

Esperanza umfasst 16 Familienhäuser und einen kleinen Dorfladen. Der dorfeigenen SOS-Kindergarten steht auch für Kinder aus der Nachbarschaft offen. Die Kinder besuchen private Schulen in der nahe gelegenen Stadt Chosica, da de öffentlichen Schulen überfüllt sind und das Unterrichtsniveau sehr niedrig ist. Zu den verschiedenen sozialen Aktivitäten des SOS-Kinderdorfes Esperanza gehört auch eine Ausspeisung, bei der Jugendliche und Schüler aus der Nachbarschaft täglich eine warme Mahlzeit erhalten.

Dank der guten Bewässerung des Grundstückes, konnten Bananen- und Avocadoplantagen sowie Gemüsegärten angelegt werden.

Das SOS-Kinderdorf Rio Hondo, das aus 12 Familienhäusern besteht und derzeit 85 Kinder beherbergt, liegt nahe bei der Stadt Chosica, ca. 40 km von Lima entfernt.

Auch dieses Kinderdorf wurde 1997 seitens des SOS-Kinderdorfvereins Peru von der Schweizer Kinderhilfe Uitikon übernommen. Es soll weiterhin als Kinderdorf geführt werden, allerdings ist noch viel konzeptionelle und pädagogische Arbeit zu leisten, damit aus diesem Projekt ein echtes SOS-Kinderdorf werden kann.

Das Huancayo liegt im Hochland von Peru auf ca. 3400 m und zählt 300.000 Einwohner. Die Gemeinde Sicaya, ein Vorort von Huancayo hat für unser SOS-Projekt ein ca. 2,5 ha großes Grundstück zur Verfügung gestellt.

Das nächste SOS-Kinderdorf in Chiclayo, einer Stadt an der Nordküste des Pazifiks, wurde 1983 eröffnet. Es liegt nahe der Grenze zu Ecuador und ist 780 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt.
Das SOS-Kinderdorf umfasst 13 Familienhäuser, ein Gemeindehaus und ein Dorfleiterhaus.

Der dorfeigene Kindergarten wird auch von Kindern aus der Umgebung besucht. Die Jugendlichen sind während ihrer Ausbildung in Jugendhäusern untergebracht.

Das SOS-Kinderdorf Cusco gibt es seit 1993. Cusco liegt auf 3399 Meter Seehöhe und ist das einstige Zentrum des legendären Inka-Reiches mit vielen schönen präkolumbianischen Tempel- anlagen. Machu Picchu und Sacsayhuamàn sind touristische Attraktionen, aus denen die Bevölkerung Nutzen ziehen kann. Heute ist Cusco eine Stadt mit ca. 750.000 Einwohnern.
Das SOS-Kinderdorf Cusco umfasst zehn Familienhäuser, ein Dorfleiterhaus, ein Mehrzweckhaus und ein Gemeindehaus, in dem auch die Büroräume untergebracht sind. Und auf zwei Sportplätzen können sich die Kinder austoben.

Das SOS-Kinderdorf Huancayo (2001) besteht aus 12 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Tantenhaus, einem Gemeindehaus, einem Gästehaus und einigen Servicegebäuden.

Die Ausbildung für die künftigen SOS-Mütter läuft bereits seit August 2000. Sechs neue SOS-Kinderdorf-Familien mit 5 bis 6 Kindern sind bereits in angemieteten Wohnungen in Huancayo untergebracht.

Lage

Lageplan SOS Kinderdörfer in Peru

Weitere Aktivitäten

Gleichzeitig mit dem SOS-Kinderdorf entsteht auf dem gleichen Gelände ein Hermann-Gmeiner-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte. Das Sozialzentrum wird aus vier Räumen für die Tagesbetreuung von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren (vier Gruppen für jeweils 20 Kinder), einem separaten Säuglingszimmer, einem Speisesaal, einem Raum für Erwachsenenbildung (Schreibmaschinen-, Computerkurse, etc.), Service- und Büroräumen bestehen. Außerdem wird ein kleines medizinisches Zentrum errichtet, in dem Kinder- und Zahnärzte stundenweise sowohl für die Kinder und Jugendlichen des Kinderdorfes als auch der Nachbarschaft tätig werden.



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